Archiv für das Tag 'Garapa'

Jun 15 2011

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Terrassendielen aus Eiche

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Jedesmal wenn wir uns mit dem Bau einer Holzterrasse beschäftigen, Fragen und Probleme klären, Tipps zum Eigenbau oder zur Installation von Terrassendielen oder der Unterkonstruktion geben, handelt es sich meistens um gängige Holzarten, die man benutzt. Da wären z.B. die heimische Lärche oder die Tropenholz Massaranduba oder Bangkirai und Garapa. Diese Holzarten haben natürlich Ihren Preis. Sie werden behandelt (thermo) oder längere Zeit gelagert um das Schwindverhalten in Massen zu halten oder bearbeitet um geriffelte Terrassendielen zu bekommen. Mit diesem Artikel möchten wir eine Alternative für den Bau einer Holzterrasse liefern, die es in sich hat.

Die Idee bestand darin, eine alternative zum bestehenden Angebot für die Konstruktion einer Holzterrasse zu finden, um möglichst viel Geld zu sparen. Die Preisbildung setzt sich zum einen zusammen aus dem verwendeten Material und der Arbeitszeit des Zimmermanns. Ein Angebot für die Fläche von 150 m2 Flachdachterrasse mit Bangkirai verlegt, hat einen Preis von durchschnittlich 24000 Euro für die Holzterrasse ergeben. Puh! dachte der Bauherr. Was kann man da machen?

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Der Zimmermann hatte die geniale Idee einfache Eichebohlen als Terrassendielen zu verwenden. An und für sich kein Problem, mag man denken. Aber sein Vorschlag war sägerohe und ungelagerte, d.h. sägefrische Bohlen zu verwenden, noch ganz frisch und nass. Ebenso für die Unterkonstruktion der Holzterrasse auf der Abdichtung, wo man die 4 cm starken Bohlen der Länge nach keilförmig zugeschnitten hat um das Gefälle aufzunehmen. Die Unterkonstruktion steht also komplett im abfliessenden Wasser auf der Abdichtung. Von einer Aufbockung mit Waschbetonplatten hat man zur Kostenersparnis abgesehen. Der Zimmermann meinte nur: "Junge! Das ist Eiche! Die macht das mit!"

Auf der keilförmigen Unterkonstruktion wurden dann die Eichenbohlen verschraubt, so dass zwar trotzdem Verwerfungen gibt, aber diese sich im Rahmen halten. Der Besitzer der neuen Holzterrasse wurde natürlich über diese Problematik der Verwerfungen und des Schwindmasses aufgeklärt und war voll damit einverstanden das man in einem solchen Fall die Ecke mit Stechbeitel weghauen würde.Auch die Abstände zwischen den Eichenbohlen sind mittlerweiloe sehr unregelmässig, aber voll in Ordnung bei einer so grossen Fläche. Der Bauherr ist jedenfalls sehr zufrieden mit der Holzterrasse und die Kostenersparnis ist enorm. Mit dieser unkonventionellen eher groben zimmermannsmässigen Arbeit hat die Holzterrasse nur knappe 11000 Euro gekostet. Die Lebensdauer ist auch hier mit 25-30 Jahren einzuschätzen, vielleicht sogar noch länger.

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Aug 19 2009

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Terrassendielen in Variation und Einsatz für eine Holzterrasse

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Welche Funktionen übernehmen Terrassendielen bei einer Holzterrasse? Ändert sich die Funktion bei Anwendung für eine Balkonsanierung? Was ist besser, Terrassendielen aus Tropenholz wie Bangkirai oder der heimischen Lärche ? Welche Rolle spielen Nordamerikanische Holzarten wie die Douglasie und wie weit sind sie verbreitet? Was ist Hartholz? Kann man auch normale Holzdielen verwenden?

Wie in vorherigen Artikeln erwähnt sind ein grosser Bestandteil einer Holzterrasse die Terrassendielen. Wie auch schon erwähnt unterscheiden wir zwischen primären und sekundären Tragsystem. Vorneweg können wir in Bezug darauf sagen, dass bei einer Balkonsanierung das primäre Tragsystem aus der Betonplatte der Balkone besteht. Alles andere, egal ob wir für den Fussboden nun Holzfliesen, Waschbetonplatten oder eben verschiedenste Terrassendielen bevorzugen, ist nichts weiter als Fussbodenbelag

Bei einer klassischen Holzterrasse allerdings bleibt diese Unterscheidung der Tragsysteme bestehen. Terrassendielen übernehmen hier neben der Aufgabe des sekundären Tragsystems und der horizontalen Aussteifung, die Endoberfläche als Fussbodenbelag.

Das grösste Problem bei einer Holzterrasse ist natürlich, das sie dem Wetter ausgesetzt ist. Hat man für einen hinreichenden konstruktiven Wetterschutz gesorgt, bleibt immer die Tatsache bestehen, dass die Terrassendielen permanent dem Wetter ausgesetzt sind. Und hier kommt das so genannte Hartholz ins Spiel, welches durch seinen hohen Anteil an Fasern und die eher enge Gefäßstruktur gut für den Aussenbereich geeignet ist. Ebenso kann man auch Thermisch modifiziertes Holz verwenden, aber wir beschränken uns erst mal auf natürlich belassene Terrassendielen

Eine Holzlasur wäre bei weitem nicht ausreichend für horizontal liegende Holzdielen. In den letzten Jahren werden immer mehr Tropenholz Terrassendielen wie Garapa, Bangkirai, Massaranduba oder aber die Nordamerikanische Douglasie für eine Holzterrasse verwendet. Diese Tropenhölzer aus Indien, Indonesien oder Thailand besitzen hervorragende Eigenschaften. Bangkirai z.B. besitzt um 50 % höhere Festigkeitswerte als Eiche. Es ist so fest, dass Terrassendielen aus Bangkirai keiner zusätzlichen Imprägnierung für die Aussenanwendung bedarf. In ihren Herkunftsländern stellt es das wichtigste Konstruktionsholz dar. 

Die Douglasie hingegen besitzt zwar nicht so hohe Werte wie Bangkirai ist aber dennoch gut für die Anwendung im Aussenbereich als Terrassendielen geeignet. In Kürze werden wir ein Holzlexikon ins Leben rufen, in der Holzarten wie Garapa, Massaranduba oder die Lärche eingehend in Bezug auf die Holzterrasse und Terrassendielen und Gartenmöbel beschrieben werden. 

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Apr 01 2009

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Holzterrasse auf begehbarem Carport

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Holzterrasse auf begehbarem Carport für bestehende Konstruktionen oder für Neubauten. Günstige Alternativen und einfache Beispiele für eine Wohnraumerweiterung. 

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Ein Carport ist ja Grundsätzlich einmal nicht begehbar. Das ist natürlich schade, denn es gibt nichts schöneres als eine Wohnraumerweiterung unter dem freien Sommerhimmel. Ein Carport mit Flachdach, welches in den meisten Fällen an das Wohngebäude anschließt, würde sich geradezu anbieten als Holzterrasse genutzt zu werden. Mit der richtigen Abdichtung, einer guten und einfachen und günstigen  Konstruktion und schönen Terrassendielen steht einer großzügigen Holzterrasse nichts mehr im Wege.

Vorraussetzung ist allerdings, das man einen bestehenden Zugang zu der Dachfläche hat und das die bestehende Konstruktion die zusätzlichen Verkehrslasten, also die Menschen tragen kann oder bei einem Neubau diese Bedingungen erfüllen muss. Ist dies gegeben, muss man die bestehende Konstruktion analysieren. Diese kann sehr unterschiedlich und es würde zu weit führen jede Eventualität aufzuzeigen. Deswegen versuchen wir Grundlegende Prinzipien aufzuzeigen, wie man seine Holzterrasse auf einer bestehenden Tragkonstruktion installieren kann.

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1. Abschlussbrett zur evtl. Aufnahme der Spenglerarbeiten

2. Terrasendielen, beispielsweise aus Tropenholz wie Bankirai oder Garapa

3. Unterkonstruktion für Terrassendielen > Holzbalken 6/10 cm je nach Abstand

4. Waschbetonplatten als Auflager für Holzbalken > Wasserbeständig

5. Abdichtung als Wasserführende Schicht > z.B. Dachpappe

6. Holzplatten als aussteifende Schicht > Vollflächig und kraftschlüssig verlegt

7. Sekundärträger > Trag Konstruktion des Carport

8. Primärträger > Trag Konstruktion des Carport

9. Anschluss des Geländers für die Holzterrasse

In oben gezeigter Skizze sehen wir den denkbar einfachsten Schichtaufbau für eine Holzterrasse in diesem speziellen Fall. Hauptsächlich unterscheiden wir zwischen Primärer Trag Konstruktion und Sekundärer Trag Konstruktion. Diese werden durch eine Lage Holzwerkstoff, das können Holzplatten oder Holzbretter (Punkt 6) sein, in horizontaler Richtung ausgesteift. Gleichzeitig bildet es die Grundlage für unsere Abdichtung (Punkt 5), in diesem Fall Dachpappe in zweifacher Verlegung. Das hat den Sinn, dass unsere Trag Konstruktion vor Wasser geschützt ist. 

Als Auflager für die Unterkonstruktion der Terrassendielen können wir ganz normale Waschbetonplatten benutzen, die wir in jedem Baumarkt oder Baustoffhandel kaufen können. Sie sind Wasserbeständig, eben und günstig. In anderen Beispielen für eine Holzterrasse werden wieder mit diesen Platten zu tun haben.  Mit Hilfe von kleinen Shifthölzern, sie können auch aus Kunststoff sein, legen wir die die Unterkonstruktion der Terrassendielen waagerecht  in einem Abstand von ca. 60 cm  auf die Waschbetonplatten. Wichtig ist das sämtliche Holzbalken auf einem Niveau sind. Mit Hilfe einer langen Wasserwage (2m) können wir jeweils drei Holzbalken in Waage bringen. Für den nächsten Holzbalken benützen wir die zwei bereits nivellierten Holzbalken als Maßstab.

Ist diese Arbeit getan, müssen wir nur noch die Terrassendielen ablängen und mit Hilfe von Rostfreien Schrauben auf der Unterkonstruktion befestigen. Die Holzterrasse ist fast fertig! Es macht absolut Sinn, die Löcher für die Schrauben vorzubohren und ein gescheites Mass für die Terrassendielen zu finden, so dass möglichst wenig Verschnitt anfällt. Tropenholz ist teuer und bei dem Bau einer Holzterrasse braucht man evtl. viel Tropenholz! Eine Überschneidung der Fugen an den Stirnseiten der Terrassendielen ist ebenfalls sinnvoll, da so eine höhere Stabilität gewährleistet wird. Dass heißt, man sollte die erste Reihe verlegen und die zweite Reihe so, dass die Enden der Dielen auf einem anderen, dem nächsten Holzbalken der Unterkonstruktion aufliegen. Ebenso wichtig ist eine Fuge von ca. 5 mm auf der Längsseite der Terrassendielen zu lassen, da unsere Dielen nicht die Wasserführende Schicht ist und eine gute Durchlüftung nach einem Regen gewährleistet ist. Unsere Wasserführende Schicht haben wir ja mit der Abdichtung unter den Waschbetonplatten.

 

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