Fragenkatalog Holzterrassen
Da wir bemerkt haben, dass bei dem Bau einer Holzterrasse immer wiederkehrende Fragen auftauchen, möchten wir versuchen einen Fragenkatalog zu Holzterrassen zu erstellen. Dieser Fragenkatalog soll fortlaufend gefüllt und beantwortet werden.
In unten stehendem Kommentarfeld können jegliche allgemeine Fragen zum Thema Holzterrasse gestellt werden. Wir versuchen diese so komplett wie möglich zu beantworten. Natürlich können Sie sich auch daran beteiligen und Ihre Erfahrungen und Ihr Fachwissen zum Thema Holzterrassen einbringen. Gerne empfehlen wir Ihnen ganz unverbindlich in Ihrer Nähe einen kompetenten Fachmann für Holzterrassen, der Sie vor Ort beraten kann.
Da wir dieses Projekt ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanzieren, ist dieser Service absolut kostenlos und unverbindlich. Bei dieser Informationsplattform geht es um relevanten Inhalt zum Thema Holzterrasse oder Terrassendielen und deren Konstruktion! Fragen über Kühlschränke etc. sind nicht möglich und werden nach Prüfung kommentarlos und ohne Publikation gelöscht.
Egal ob es um die Unterkonstruktion einer Holzterrasse geht oder welche Terrassendielen am besten geeignet sind für Ihre Terrasse. Welche Holzart passt am besten zu Ihrem Haus, welches Tropenholz kann man ruhigen Gewissens kaufen, was ist eine FSC Zertifiszierung für Tropenholz, welche Schrauben benutzt man am besten zur Befestigung von Terrassendielen. Wir versuchen alle Ihre Fragen rund um Holzterrassen zu beantworten.
14 Kommentare
Holzterrasse trotz verwurzeltem Boden anlegen?
Wir möchten im Garten eine Holzterrasse anlegen, allerdings steht in unmittelbarer Nähe ein alter Kirschbaum, von dem die Wurzeln zum Teil sehr weit oben verlaufen und der Boden zum Baum hin ansteigt, wir können also nicht einmal 15-20 cm ausgraben. Wie kann ich die Terrasse trotzdem gestalten? Erhöht? Welches Fundament? Und wie macht man eine Terrasse im Halbrund?
Hallo an Carolin!
Grundsätzlich gibt es sehr vielfältige Konstruktionen, die sich jeder Situation anpassen lassen. Um Ihnen aber näheres sagen zu können wäre es hilfreich wenn Sie mir per E-Mail 4-5 Digitalfotos von der Situation senden. Diese sollten zum einen die Gesamtsituation der künftigen Holzterrasse zeigen und des weiteren Detailaufnahmen der Zugangssituation (z.B. Balkontüre oder Fenster), eine Aufnahme der Wurzel im Verhältnis zum besagten Eingang. Kurz die Fotos sollten umfassend relevante Informationen sichtbar machen. Ich bin mir sicher, dass man hier eine Lösung finden wird.
Wir haben eine Tonka-Nuss Holzterrasse mit einer Unterkonstruktion aus Lärchenholz, 2 Jahre, nun bilden sich auf der Unterkonstruktion Pilze, die bereits ein Brett in die Höhe getragen haben. Was kann man tun? Was ist die uRSACHEß
Hallo!
Damit wir helfen können habe ich zwei Fragen: 1. Welche Art von Unterkonstruktion wurde eingebaut? 2. Ist die aus Lärchenholz bestehende Unterkonstruktion in Bodenkontakt? Was ebenso hilfreich ist: sende uns Digitale Bilder der Situation, der Unterkonstruktion und der Stelle mit dem Schaden in der Holzterrasse. Einfach per Mail an die Adresse im Impressum.
Danke.
Hallo,
ich bin gerade dabei die Unterkonstruktion für die Terrasse zu bauen. Als Material benutze ich Massaranduba.
Ist es sinnvoll die Unterkonstruktion mit Abstandshaltern miteinander zu verschrauben?
Ich habe die Unterkonstruktionsbalken nicht mit den Punktfundamenten verdübelt. Die liegen also nur locker oben auf. Dafür habe ich mit dem selben Holz die Latten quer miteinander verbunden. Kann sich nun durch Temperatur und Feuchtigkeit die komplette Terrasse verziehen?
LG.
Hallo Hans!
Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass sich die Unterkonstruktion der Holzterrasse verzieht. Die Längenausdehnung von Holz ist nur sehr gering. Holz quillt eher sehr stark im Querschnitt und das ist eher irrelevant in Bezug auf die Abstandhalter.
Die Konstruktion muss auch nicht unbedingt untereinander verschraubt werden. Es ist zwar gut wenn man durch den Aufbau der Holzterrasse, wie immer er bei Dir aussehen mag, eine Horizontalversteifung hat, diese Funktion könnte aber rein theoretisch auch Deine Terrassendielen übernehmen.
Sind die Terrassendielen mindestens an jedem Knotenpunkt, also dort wo sie auf der Unterkonstruktion aufliegen, mit drei Schrauben oder Nägeln verbunden und die Dielen lang genug sind um mehrer Balken zu überbrücken, ist ein Horizontalaussteifung gewährleistet.
Wichtig ist, dass die Nebeneinander zum liegen kommenden Terrassendielen der Länge nach versetzt zueinander befestigt werden.
Wenn das alles gewährleistet ist und die Auflage der Balkengross und eben genug sind, musst Du die Balken der Unterkonstruktion auch nicht mechanisch befestigen.
Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen und vielleicht kannst Du uns eine kleine Fotodokumentation deiner Arbeit zukommen lassen.
Viel Erfolg!
Hallo,
Ich bin zurzeit in der Planung für eine Dachterasse aus Bangkirai. Die Dachterasse ist 35m² groß und wurde vollständig mit Teer-Dachpappe belegt. Wie man weiß, ist das Einsinkverhalten von Gegenständen auf Teerpappe sehr ungünstig. Bei wärmerem Wetter kann schon ein Fußabdruck ausreichen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ich befürchte also, dass sich die Unertkonstruktionen durch die Last in die Teerpappe einpresst und somit die Isolierung gegenüber Feuchtigkeit zerstört. Die Dachpappe muss also bleiben.
Aber, wie könnte ein geeigneter Untergrund für die Unterkonstruktion aussehen, wenn man die Teepappe nicht entfernen möchte. Ich habe mal gehört, dass kleine Sandsäcke ein Lösung seien. Kann man eine Dachterasse überhaupt “schwimmend” verlegen?
Besten Dank im voraus für die Hilfe.
Stephan W.
Hallo Stephan!
Punkt 1:
Grundsätzlich kann man unter Berüchsichtigung der Windlasten (Druck und Sog) eine Holzterrasse schwimmend verlegen. Also nicht mit dem Untergrund befestigen. Vorraussetzung dafür ist, dass die Holzterrasse in einem windgeschützten Bereich liegt, oder aber der Wind nicht unter die Konstruktion greifen und diese wegheben kann. Ausserdem wichtig ist die Horizontalausteifung der Holzterrasse. Dass heisst die Terrassendielen müssen so mit der Unterkonstruktion befestigt sein, dass die gesamte Holzterrasse als eine Scheibe wirkt.
Wenn Deine Holzterrasse auf einem Dach ist, solltest Du die Unterkonstruktion an mehreren Punkten befestigen. Das kann man auch durch die bestehende Abdichtung hindurch machen. Stichwort: z.B.: “Schrauben mit Abdichtungsmanchetten”
Punkt 2:
Was Du als Einsinkverhalten bezeichnest ist eigenlich der Durchstanzungseffekt. Diesen wirst Du sicherlich haben, wenn das Material (Dämmung) unter der Abdichtung / Dachpappe eher weich ist und nicht druckfest!!! Ist die Dachpappe auf einem rohen Betonuntergrund geklebt, gibts keine Probleme. Zur Sicherheit kannst Du noch eine Bautenschutzmatte darunterlegen.
Ist der Untergrund zu “weich”, also ist ein Durchstanzungseffekt möglich, dann solltest Du zwischen Unterkonstruktion z.B. Balken oder Fussplatte aus Stahl und der Dachpappe eine grossflächige Zwischenkonstruktion einfügen. z.B. Waschbetonplatten ebenfalls kombiniert mit einer Bautenschutzmatte darunter.
Ich hoffe wir konnten Dir einigermaßen helfen. Ansonsten schicke uns doch einige Fotos von der Ausgangssituation, dann kann man das noch genauer anschauen.
Viel Erfolg!
Hallo!
Ich plane gerade ein Holzdeck, daß ca 1m über dem Boden stehen soll. Die Außenmaße sind 3×4m.
Meine erste Frage ist wieviele Stützen ich vorsehen muß.
Muß ich pro Meter eine Stütze planen, d.h. auf der 3 m Seite 4 Stützen oder kann ich 1,5m überbrücken? (Unterkonstruktion mit 90×90mm Bankirai)
Die zweite Frage: Da sich unter dem Deck eine Zisterne befindet (Plastiktank) kann ich das Deck hier nicht aufständern, d.h. im Prinzip ist das Deck freitragend. Wäre das mit den 90×90mm Hölzern machbar, wenn ich diagonale Streben einsetze?
Danke im voraus!
Jürgen
Hallo Jürgen und willkommen bei Holzterrasse.net
So wie ich das rauslese, hast Du bereits das Material für die Unterkonstruktion der Holzterrasse und diese besteht aus Bangkirai Hölzern mit einem Querschnitt von 90 x 90 mm.
Wenn das so ist kannst Du folgende Faustformel für die so genannte Spannweite von Holzbalken verwenden: Länge/15 bei hoher Belastung (Eigen- und Nutzlast) oder Länge/20 – L/24 bei niedriger Belastung.
Angewendet auf deine 90 mm Bankirai Holzbalken könntest Du bei L/20 – L/24 eine Länge von 180 – 216 cm Stützenfrei ausbilden. Also vielleicht könntest Du sogar auf der Langen Seite (4m) mit drei Stützen auskommen, also einmal mittig unterstützt. Wenn Du sicher gehen möchtest dann nimmst Du halt vier.
Die Frage ist nur ob Dir diese Strecken ausreichen um den Plastiktank zu überbrücken. Bedenke auch die Spannweite der Terrassendielen! Deine sekundäre Tragstruktur, welche also die Terrassendielen aufnimmt, müssen sicher in geringerem Abstand aufeinander folgen (60-80 cm).
Überleg Dir mal ob Du für die primäre Tragststruktur Deiner Unterkonstruktion ein günstigeres Konstruktionsholz besorgst. Diese überbrückt über die kurze Seite, in der Mitte stützenfrei den Plastiktank in 3 Strecken. Darauf dann quer deine Bankirai Holzbalken mit dichterem Abstand und letzten Endes die Terrassendielen.
Hast Du schon überlegt wie und worauf Du die Stützen lagern möchtest? Wie sieht die Verbindung zwischen Stütze und Balken aus?
Ich wünsche Dir viel Erfolg und melde Dich wenn noch fragen bestehen. Das nächste mal vielleicht auch mit einem Foto als Mail für das bessere Verständnis
Hallo!
Wir würden gerne in unserem Garten eine Terrasse anlegen. Wir haben hierbei an Holzfliesen gedacht. Wir gehen davon aus, dass wir nach Kauf der Holzfliesen, z.B. aus dem Baumarkt, die Holzterrasse realitv einfach selbst im Garten verlegen können. Sehen Sie hier irgendwelche Probleme bei diesem Vorhaben? Eignet sich unter Umständen ein anderer Terrassenbelag besser für eine Holzterrasse. Wir möchten auf jeden Fall Holz benutzen. Danke vorab für die Infos.
Hans Jörg
Hallo,
Ich wollte auf meinem Flachdach (Dachpappe 3%) eine Holzterasse bauen. Nun habe ich aber bedenken, das dass Wasser nicht ablaufen wird ,wenn sich unter dem Belag Schmutz ansammelt.Gibt es irgendwelche Richtlinien , DIN oder Empfehlungen ?
Hallo Norbert!
Massgebend für Entwässerung von Flachdächern ist hier denke ich die DIN EN 12056, Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung, und das ganz unabhängig davon ob eine Holzterrasse auf dem Flachdach installiert ist oder nicht.
In der DIN heisst es unter anderem, dass eine Notentwässerung in Form eines Notüberlaufs vorgesehen sein muss, wie diese dimensioniert sein muss, wohin entwässert wird > nämlich nicht ans öffentliche Netz bei Dachpappe oder Bitumenabdichtung… usw. Da Deine Holzterrasse auf ein bestehendes Flachdach installiert werden soll, müssen aus meiner Sicht folgende Kriterien berücksichtigt werden. Deine Befürchtung eine Schmutzansammlung unter den Terrassendielen könnte zu einem Stau führen sind berechtigt. Ist dies der Fall, kommt die Notentwässerung oder der Notüberlauf zum Zug. Das wäre gleichzeitig ein Warnmelder, der Dir sagt: ok! jetzt muss ich nachsehen.
Um eine Verstopfung zu vermeiden oder die Gefahr zu minimieren gibt es folgende Möglichkeiten: Hier ist das Stichwort Drainage zu nennen. Mit einer Drainage z.B. in Form eines Gitterstutzens das über dem bestehenden Ablauf sitzt, wird grober Schmutz wie Blätter etc. aufgehalten. Eine andere Form der Drainage für das Flachdach unter der Holzterrasse ist die Bitumenabdichtung vollflächig mit Grobkies zu belegen. Das ist gängig, würde auch feinere Partikel filtern und schützt überdies auch die Bitumenabdichtung vor UV Strahlung. Das sind also zwei Möglichkeiten zur Minimierung der Gefahr. Eine andere besteht in einem konstruktiven Schutz um grobe Partikel abzuhalten. Hier muss man die Aussenkanten der Holzterrasse mit vertikalen Terrassendielen verblenden, so dass rundherum keine Blätter und dergleichen unter die Holzterrasse geweht werden können. Das heisst also, der Luftraum unter der Holzterrasse wird rundherum mit Holz verkleidet.
Trotz allem musst Du über dem Ablauf und der Notentwässerung eine Revisionsöffnung vorsehen, um im Notfall oder auch alle Jahre wieder nachsehen, ggfs. reinigen zu können. Möchtest Du kein Kies verwenden, diese Variante präferiere ich, musst Du zwei oder drei Revisionsöffnungen vorsehen. Auf der einen Seite kannst Du mit einem Schlauch den angesammelten Schmutz in Richtung Gefälle und Ablauf spülen und an der anderen Öffnung kann man den Schmutz abschöpfen und reinigen. Bei einer Kiesaufschüttung wird eine solche Reinigung und Pflege schwieriger.
Für die Revisionsöffnung der Holzterrasse musst Du lediglich die eine oder andere Terrassendiele demontieren können. Ich hoffe iwir konnten Dich inspirieren, damit Du Deiner Holzterrasse näher kommst
Vielen Dank für die Ausführlichen Hinweise.
Gruss Norbert