Fragenkatalog Holzterrassen

Da wir bemerkt haben, dass bei dem Bau einer Holzterrasse immer wiederkehrende Fragen auftauchen, möchten wir versuchen einen Fragenkatalog zu Holzterrassen zu erstellen. Dieser Fragenkatalog soll fortlaufend gefüllt und beantwortet werden. 

In unten stehendem Kommentarfeld können jegliche allgemeine Fragen zum Thema Holzterrasse gestellt werden. Wir versuchen diese so komplett wie möglich zu beantworten. Natürlich können Sie sich auch daran beteiligen und Ihre Erfahrungen und Ihr Fachwissen zum Thema Holzterrassen einbringen. Gerne empfehlen wir Ihnen ganz unverbindlich in Ihrer Nähe einen kompetenten Fachmann für Holzterrassen, der Sie vor Ort beraten kann. 

Da wir dieses Projekt ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanzieren, ist dieser Service absolut kostenlos und unverbindlich. Bei dieser Informationsplattform geht es um relevanten Inhalt zum Thema Holzterrasse oder Terrassendielen und deren Konstruktion! Fragen über Kühlschränke etc. sind nicht möglich und werden nach Prüfung kommentarlos und ohne Publikation gelöscht.

Egal ob es um die Unterkonstruktion einer Holzterrasse geht oder welche Terrassendielen am besten geeignet sind für Ihre Terrasse. Welche Holzart passt am besten zu Ihrem Haus, welches Tropenholz kann man ruhigen Gewissens kaufen, was ist eine FSC Zertifiszierung für Tropenholz, welche Schrauben benutzt man am besten zur Befestigung von Terrassendielen. Wir versuchen alle Ihre Fragen rund um Holzterrassen zu beantworten.

Diese Seite hat folgende Unterseiten:

20 Kommentare

20 Kommentare to “Fragenkatalog Holzterrassen”

  1. Carolin Böseram 26. April 2010 um 09:42 1

    Holzterrasse trotz verwurzeltem Boden anlegen?
    Wir möchten im Garten eine Holzterrasse anlegen, allerdings steht in unmittelbarer Nähe ein alter Kirschbaum, von dem die Wurzeln zum Teil sehr weit oben verlaufen und der Boden zum Baum hin ansteigt, wir können also nicht einmal 15-20 cm ausgraben. Wie kann ich die Terrasse trotzdem gestalten? Erhöht? Welches Fundament? Und wie macht man eine Terrasse im Halbrund?

  2. adminam 26. April 2010 um 19:11 2

    Hallo an Carolin!
    Grundsätzlich gibt es sehr vielfältige Konstruktionen, die sich jeder Situation anpassen lassen. Um Ihnen aber näheres sagen zu können wäre es hilfreich wenn Sie mir per E-Mail 4-5 Digitalfotos von der Situation senden. Diese sollten zum einen die Gesamtsituation der künftigen Holzterrasse zeigen und des weiteren Detailaufnahmen der Zugangssituation (z.B. Balkontüre oder Fenster), eine Aufnahme der Wurzel im Verhältnis zum besagten Eingang. Kurz die Fotos sollten umfassend relevante Informationen sichtbar machen. Ich bin mir sicher, dass man hier eine Lösung finden wird.

  3. Ursulaam 6. September 2010 um 06:04 3

    Wir haben eine Tonka-Nuss Holzterrasse mit einer Unterkonstruktion aus Lärchenholz, 2 Jahre, nun bilden sich auf der Unterkonstruktion Pilze, die bereits ein Brett in die Höhe getragen haben. Was kann man tun? Was ist die uRSACHEß

  4. adminam 6. September 2010 um 08:24 4

    Hallo!
    Damit wir helfen können habe ich zwei Fragen: 1. Welche Art von Unterkonstruktion wurde eingebaut? 2. Ist die aus Lärchenholz bestehende Unterkonstruktion in Bodenkontakt? Was ebenso hilfreich ist: sende uns Digitale Bilder der Situation, der Unterkonstruktion und der Stelle mit dem Schaden in der Holzterrasse. Einfach per Mail an die Adresse im Impressum.
    Danke.

  5. Stephanam 26. April 2011 um 12:23 5

    Hallo,
    Ich bin zurzeit in der Planung für eine Dachterasse aus Bangkirai. Die Dachterasse ist 35m² groß und wurde vollständig mit Teer-Dachpappe belegt. Wie man weiß, ist das Einsinkverhalten von Gegenständen auf Teerpappe sehr ungünstig. Bei wärmerem Wetter kann schon ein Fußabdruck ausreichen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ich befürchte also, dass sich die Unertkonstruktionen durch die Last in die Teerpappe einpresst und somit die Isolierung gegenüber Feuchtigkeit zerstört. Die Dachpappe muss also bleiben.
    Aber, wie könnte ein geeigneter Untergrund für die Unterkonstruktion aussehen, wenn man die Teepappe nicht entfernen möchte. Ich habe mal gehört, dass kleine Sandsäcke ein Lösung seien. Kann man eine Dachterasse überhaupt “schwimmend” verlegen?
    Besten Dank im voraus für die Hilfe.
    Stephan W.

  6. adminam 27. April 2011 um 13:40 6

    Hallo Stephan!

    Punkt 1:
    Grundsätzlich kann man unter Berüchsichtigung der Windlasten (Druck und Sog) eine Holzterrasse schwimmend verlegen. Also nicht mit dem Untergrund befestigen. Vorraussetzung dafür ist, dass die Holzterrasse in einem windgeschützten Bereich liegt, oder aber der Wind nicht unter die Konstruktion greifen und diese wegheben kann. Ausserdem wichtig ist die Horizontalausteifung der Holzterrasse. Dass heisst die Terrassendielen müssen so mit der Unterkonstruktion befestigt sein, dass die gesamte Holzterrasse als eine Scheibe wirkt.
    Wenn Deine Holzterrasse auf einem Dach ist, solltest Du die Unterkonstruktion an mehreren Punkten befestigen. Das kann man auch durch die bestehende Abdichtung hindurch machen. Stichwort: z.B.: “Schrauben mit Abdichtungsmanchetten”

    Punkt 2:
    Was Du als Einsinkverhalten bezeichnest ist eigenlich der Durchstanzungseffekt. Diesen wirst Du sicherlich haben, wenn das Material (Dämmung) unter der Abdichtung / Dachpappe eher weich ist und nicht druckfest!!! Ist die Dachpappe auf einem rohen Betonuntergrund geklebt, gibts keine Probleme. Zur Sicherheit kannst Du noch eine Bautenschutzmatte darunterlegen.

    Ist der Untergrund zu “weich”, also ist ein Durchstanzungseffekt möglich, dann solltest Du zwischen Unterkonstruktion z.B. Balken oder Fussplatte aus Stahl und der Dachpappe eine grossflächige Zwischenkonstruktion einfügen. z.B. Waschbetonplatten ebenfalls kombiniert mit einer Bautenschutzmatte darunter.

    Ich hoffe wir konnten Dir einigermaßen helfen. Ansonsten schicke uns doch einige Fotos von der Ausgangssituation, dann kann man das noch genauer anschauen.
    Viel Erfolg!

  7. Jürgenam 2. Juli 2011 um 19:21 7

    Hallo!

    Ich plane gerade ein Holzdeck, daß ca 1m über dem Boden stehen soll. Die Außenmaße sind 3×4m.
    Meine erste Frage ist wieviele Stützen ich vorsehen muß.
    Muß ich pro Meter eine Stütze planen, d.h. auf der 3 m Seite 4 Stützen oder kann ich 1,5m überbrücken? (Unterkonstruktion mit 90×90mm Bankirai)
    Die zweite Frage: Da sich unter dem Deck eine Zisterne befindet (Plastiktank) kann ich das Deck hier nicht aufständern, d.h. im Prinzip ist das Deck freitragend. Wäre das mit den 90×90mm Hölzern machbar, wenn ich diagonale Streben einsetze?

    Danke im voraus!

    Jürgen

  8. adminam 5. Juli 2011 um 08:53 8

    Hallo Jürgen und willkommen bei Holzterrasse.net

    So wie ich das rauslese, hast Du bereits das Material für die Unterkonstruktion der Holzterrasse und diese besteht aus Bangkirai Hölzern mit einem Querschnitt von 90 x 90 mm.
    Wenn das so ist kannst Du folgende Faustformel für die so genannte Spannweite von Holzbalken verwenden: Länge/15 bei hoher Belastung (Eigen- und Nutzlast) oder Länge/20 – L/24 bei niedriger Belastung.

    Angewendet auf deine 90 mm Bankirai Holzbalken könntest Du bei L/20 – L/24 eine Länge von 180 – 216 cm Stützenfrei ausbilden. Also vielleicht könntest Du sogar auf der Langen Seite (4m) mit drei Stützen auskommen, also einmal mittig unterstützt. Wenn Du sicher gehen möchtest dann nimmst Du halt vier.
    Die Frage ist nur ob Dir diese Strecken ausreichen um den Plastiktank zu überbrücken. Bedenke auch die Spannweite der Terrassendielen! Deine sekundäre Tragstruktur, welche also die Terrassendielen aufnimmt, müssen sicher in geringerem Abstand aufeinander folgen (60-80 cm).

    Überleg Dir mal ob Du für die primäre Tragststruktur Deiner Unterkonstruktion ein günstigeres Konstruktionsholz besorgst. Diese überbrückt über die kurze Seite, in der Mitte stützenfrei den Plastiktank in 3 Strecken. Darauf dann quer deine Bankirai Holzbalken mit dichterem Abstand und letzten Endes die Terrassendielen.

    Hast Du schon überlegt wie und worauf Du die Stützen lagern möchtest? Wie sieht die Verbindung zwischen Stütze und Balken aus?

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und melde Dich wenn noch fragen bestehen. Das nächste mal vielleicht auch mit einem Foto als Mail für das bessere Verständnis

  9. hans jörgam 28. Juli 2011 um 18:20 9

    Hallo!

    Wir würden gerne in unserem Garten eine Terrasse anlegen. Wir haben hierbei an Holzfliesen gedacht. Wir gehen davon aus, dass wir nach Kauf der Holzfliesen, z.B. aus dem Baumarkt, die Holzterrasse realitv einfach selbst im Garten verlegen können. Sehen Sie hier irgendwelche Probleme bei diesem Vorhaben? Eignet sich unter Umständen ein anderer Terrassenbelag besser für eine Holzterrasse. Wir möchten auf jeden Fall Holz benutzen. Danke vorab für die Infos.

    Hans Jörg

  10. norbertam 24. August 2011 um 16:21 10

    Hallo,

    Ich wollte auf meinem Flachdach (Dachpappe 3%) eine Holzterasse bauen. Nun habe ich aber bedenken, das dass Wasser nicht ablaufen wird ,wenn sich unter dem Belag Schmutz ansammelt.Gibt es irgendwelche Richtlinien , DIN oder Empfehlungen ?

  11. adminam 26. August 2011 um 14:10 11

    Hallo Norbert!

    Massgebend für Entwässerung von Flachdächern ist hier denke ich die DIN EN 12056, Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung, und das ganz unabhängig davon ob eine Holzterrasse auf dem Flachdach installiert ist oder nicht.
    In der DIN heisst es unter anderem, dass eine Notentwässerung in Form eines Notüberlaufs vorgesehen sein muss, wie diese dimensioniert sein muss, wohin entwässert wird > nämlich nicht ans öffentliche Netz bei Dachpappe oder Bitumenabdichtung… usw. Da Deine Holzterrasse auf ein bestehendes Flachdach installiert werden soll, müssen aus meiner Sicht folgende Kriterien berücksichtigt werden. Deine Befürchtung eine Schmutzansammlung unter den Terrassendielen könnte zu einem Stau führen sind berechtigt. Ist dies der Fall, kommt die Notentwässerung oder der Notüberlauf zum Zug. Das wäre gleichzeitig ein Warnmelder, der Dir sagt: ok! jetzt muss ich nachsehen.
    Um eine Verstopfung zu vermeiden oder die Gefahr zu minimieren gibt es folgende Möglichkeiten: Hier ist das Stichwort Drainage zu nennen. Mit einer Drainage z.B. in Form eines Gitterstutzens das über dem bestehenden Ablauf sitzt, wird grober Schmutz wie Blätter etc. aufgehalten. Eine andere Form der Drainage für das Flachdach unter der Holzterrasse ist die Bitumenabdichtung vollflächig mit Grobkies zu belegen. Das ist gängig, würde auch feinere Partikel filtern und schützt überdies auch die Bitumenabdichtung vor UV Strahlung. Das sind also zwei Möglichkeiten zur Minimierung der Gefahr. Eine andere besteht in einem konstruktiven Schutz um grobe Partikel abzuhalten. Hier muss man die Aussenkanten der Holzterrasse mit vertikalen Terrassendielen verblenden, so dass rundherum keine Blätter und dergleichen unter die Holzterrasse geweht werden können. Das heisst also, der Luftraum unter der Holzterrasse wird rundherum mit Holz verkleidet.
    Trotz allem musst Du über dem Ablauf und der Notentwässerung eine Revisionsöffnung vorsehen, um im Notfall oder auch alle Jahre wieder nachsehen, ggfs. reinigen zu können. Möchtest Du kein Kies verwenden, diese Variante präferiere ich, musst Du zwei oder drei Revisionsöffnungen vorsehen. Auf der einen Seite kannst Du mit einem Schlauch den angesammelten Schmutz in Richtung Gefälle und Ablauf spülen und an der anderen Öffnung kann man den Schmutz abschöpfen und reinigen. Bei einer Kiesaufschüttung wird eine solche Reinigung und Pflege schwieriger.
    Für die Revisionsöffnung der Holzterrasse musst Du lediglich die eine oder andere Terrassendiele demontieren können. Ich hoffe iwir konnten Dich inspirieren, damit Du Deiner Holzterrasse näher kommst ;)

  12. norbertam 26. August 2011 um 15:00 12

    Vielen Dank für die Ausführlichen Hinweise.

    Gruss Norbert

  13. Tobiam 6. Februar 2012 um 12:59 13

    Hallo,

    wir sind gerade dabei unsere Holzterrasse zu planen.
    Punktfundamente haben wir schon erstellt aus Waschbetonplatten, die leigen auf ca 0,6m verdichtetem Schotter+ Geoflis + Split.
    Terrasse soll kpl. aus Douglaise erstellt werden.
    Nun habe ich dazu aber einige Fragen:
    1. Was ist besser von oben Schrauben die Terrassendielen oder leiber verdeckt Schrauben ?
    ´2. Ich habe schon öfters gelesen das man zw. Unterkonstruktion und Terrassendielen Abstandshalter macht so wie zw. Unterkonstruktion und Punktfundamente.
    Kann ich die Abstandshalter zw. Unterkonstruktion und Terrassendielen auch aus Bautenschutzmatten (in Streifen geschnitten) machen oder muss ich mir die speziellen Abstandshalter aus Plastik holen ???
    3. Wo liegt der Unterschied bei den Terrassenschrauben die noch ein Gewinde unterhalb des Kopfes haben ?? Welche sind besser die mit oder die ohne ???

    Terrassen Größe wird um die 50m² sein !!!

    Vielen Dank für die Hilfe

    Grüße

    Tobi

  14. Annikaam 29. März 2012 um 12:57 14

    Hallo!
    Wir möchten in unserem Neubau unsere Dachterrasse (16qm, Sonne morgens bis ca.15.00Uhr) belegen. (1) Wie heiß wird denn das Holz? Bislang hatten wir den Hinweis erhalten, dass Naturstein kühler und begehbarer bleibt als Holz und daher eher auf Travertin gesetzt. (2)
    Wie viel Pflegeaufwand ist denn auf der Dachterrasse für Thermoesche nötig? Wir haben zwar einen Wasseranschluss, aber sonst ist man ja dort eher eingeschränkt. (3) Ich möchte gern noch Pflanzen in Kübeln auf die Terrasse stellen. Könnten die Blütenblätter das Holz beschädigen? Danke!!!!

  15. adminam 31. März 2012 um 14:53 15

    Hallo Annika!

    Zu Punkt 1 kann ich Dir sagen, dass ein Stein der Sonnenstrahlen ausgesetzt ist generell heisser wird, da das Material viel mehr Masse besitzt und eine höhere Speicherkapazität besitzt als Holz. Dem liegen die spezifischen Eigenschaften dieser Materialen zu Grunde! Wenn Du also keinen Sonnenschutz besitzt, z.B. eine Markise, wird sich der Stein sehr stark aufheizen, so dass Du nach der Mittagssonne schwerlich barfüssig darauf laufen kannst. Travertin ist hier als Naturstein sicherlich besser zu bewerten, da es eine relativ niedrige Dichte aufweist, also eher porös ist. Aufheizen wird er sich trotzdem.

    Der Vorteil ist, dass ein Natursteinbelag für die Terrasse abends bei fallenden Temperaturen die gespeicherte Wärme wieder abgibt und somit für Behaglichkeit sorgen kann, wenn diese Wärmeabgabe als behaglich empfunden wird. Eine Holzterrasse heizt sich nicht mehr auf als eine Steinterrasse auch wenn die Thermoesche durch die Thermobehandlung etwas dunkeler wird und somit Sonnenstrahlung besser absorbiert. Auch diese Terrassendielen heizen sich stark auf und ein barfüssiges begehen könnte sich als unangenehm erweisen, aber durch die geringe Wärmespeicherkapazität erfolgt eine Abkühlung sehr viel schneller und sorgt an heissen Sommertagen nach der direkten Sonneneinstrahlung für angenehmere Temperaturen.

    Zu Punkt 2. Aus meiner Sicht beträgt der Pflegeaufwand für eine Holzterrasse nicht viel mehr Aufwand als bei einer Steinterrasse. Es muss einem einfach klar sein das es sich um ein Naturprodukt handelt und dieses sich mit der Zeit optisch verändert. Eine jährliche Pflege mit einem Öl kann diesen Prozess verlangsamen und sorgt für ein frischere Optik. Hierzu noch folgende Artikelempfehlung > http://www.holzterrasse.net/terrassendielen/terrassendielen-pflege-heimische-holzarten-und-modifizierter-holzschutz

    Zu Punkt 3. Ich glaube nicht, dass Blütenblätter eine Holzterrasse beschädigen können. Wichtig ist einfach, dass eine dauerhafte Ansammlung von Laub vermieden wird, da sich an diesen Stellen Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum halten kann und dadurch partiell, der Restfläche gegenüber, unterschiedliche Altersflecken auf den Terrassendielen entstehen können.

    Alles gute von

    Holzterrasse.net

  16. Heidiam 1. April 2012 um 21:24 16

    Grüß Gott,

    …. und erst einmal ein großes Kompliment für diese Webseite und vielen Dank für Ihre Mühe.

    Wir haben eine 40 m² große Dachterrasse, die wir letztes Jahr neu belegen ließen (mit zwei Schichten Bitumen). Aufgrund einer falschen Beratung hatte ich Bankiraiterrassenfliesen (Klicksystem mit Kunststoffgitter unten) voreiligerweise bestellt. Erst zu spät fiel mir auf, daß es schlecht ist, diese Fliesen direkt auf die Teerpappe aufzulegen (einerseits wegen dem Gefälle und andererseits wegen dem Eindrücken in die Bitumenschicht). Eine Unterkonstruktion für diese Fliesen (30 x 30 cm) wäre aber aufgrund deren Größe zu aufwendig. Lange Zeit dachte ich, daß wir diese Terrassenfliesen garnicht verwenden können. Beim Lesen Ihrer Seite kam mir jedoch der Einfall, ob es wohl möglich wäre, auf die Bitumenschicht eine Schicht Kies aufzubringen, mit dieser die Höhe für die Terrassenfliesen auszugleichen und auf dieser Kiesschicht dann direkt die Terrassenfliesen zu verlegen.

    Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Antwort, für die ich mich im voraus schon herzlich bedanken möchte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heidi

  17. adminam 3. April 2012 um 09:26 17

    Hallo Heidi!

    Erst einmal vielen dank für die Blumen.
    Von einer Verlegung der Holzfliesen oder wie Du sie nennst Terrassenfliesen auf einer Kiesschicht kann ich nur abraten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Klicksysteme nur auf ebenen Untergründen gut im System bestehen bleiben können.

    Eine Kiesschicht ist einfach zu uneben und bei mechanischer Belastung, sprich Menschen gehen über die Holzfliesen oder Gartenmöbel werden herumgerutscht, lösen sich diese Klickhaltesysteme, da die Last nicht gleichmässig in die Unterkonstruktion abgeleitet werden kann.

    Hier kann ich Dir folgenden Artikel empfehlen > http://www.holzterrasse.net/holzterrasse/holzfliesen-fuer-holzterrasse

    Einer Deiner Gründe, die Deiner Meinung nach gegen eine Verlegung auf der Bitumenbahn sprechen, ist das Gefälle. Wie gross (in Prozent) ist denn das Gefälle?

    Wegen dem Eindrücken der Holzfliesen auf der Bitumenbahn, hast Du natürlich recht. Aber auch dafür gibt es Abhilfe. Du kannst über eure Bitumenbahn eine Lage Bautenschutzmatte verlegen. Diese wird die Verkehrslasten gleichmässig nach unten ableiten, ohne das sich das Kunststoffgitter der Holzfliesen in die Bitumen eindrückt. Gleichzeitig ist die Dachpappe langfristig vor UV Strahlung geschützt.

    Teile uns doch mit wie gross das Gefälle ist, damit wir beurteilen können ob das ok ist oder ob man unter Umständen hier auch nach einer Lösung suchen muss.

    Beste Grüsse

    Holzterrasse.net

  18. Heidiam 12. April 2012 um 04:48 18

    Herzlichen Dank für Ihre interressante Antwort, die ich leider längere Zeit nicht gesehen habe. Ihre Antwort sowie die gute Ausführung im angegebenen Link gab mir zu weiteren Überlegungen Anlaß.

    Generell mache ich mir jetzt sowieso große Gedanken über die Haltbarkeit dieser Terrassenfliesen. Das Holz ist ja nur 1 cm dick. Mit der Kunststoffunterkonstruktion hat die ganze Platte eine Stärke von 2 cm. Stellt sich die Frage, ob solche kleinen Holzteile eine genausolange Haltbarkeit haben, wie ein dickes Brett (selbst wenn es Bangkirai ist). Vom Umweltgedanken her (der mir auch erst nach dem Kauf bewußt wurde) mag der wenige Holzverbrauch ja in Ordnung sein -.

    Aus Kostengründen werden wir wohl nicht die ganze Terrasse ausbauen, sondern statt 8 Meter soll dann die Terasse halt nur 4 Meter lang werden (4 x 5).

    Ich überlege zur Zeit, ob Folgendes möglich ist:
    Ich stelle mir vor, eine Unterkonstruktion zu machen, die aus 18 vier Meter langen Lärche-Kanthölzern, 8 x 8, besteht, im Abstand von je 30 Zentmimeter. Bei 3,5 Meter läuft in der Garage ein Stahlträger, so daß von der Statik kein Problem bestehen dürfte. Diese Kanthölzer möchte ich mit Mörtelsäckchen unterlegen (die auf zugeschnittener Dachpappe liegen). Das Gefälle wäre also dadurch ausgeglichen.
    Die Bangkirai Terrassenfliesen würde ich auf diese Kanthölzer auflegen und zwar nur in einer Richtung, so daß die Hölzer auf jeder Seite zu vier Zentimeter aufliegen. Dadurch wären dann nur noch 22 Zentimeter ohne festen Unterbau.
    Bei der Hauswand und beim Ende des Terrassenausbaus würde ich eine Bangkirai-Terrasendiele anbringen (2 Zentímeter Stärke). Diese dient als Abschluß und zur Befestigung der Terrassenfliesen und gleichzeitig als Befestigung und Abstandshalter für die Kantholzunterkonstruktion. Am Ende der Unterkonstruktionskanthölzer würde ich dann H-Pfostenanker für das Terrassengeländer befestigen (im Abstand von 1,2 Meter). Zusätzich noch eine Befestigung an beiden Hauswänden, um so den Rahmen für das Terrassengeländer zu schaffen.

    Was meinen Sie, dürfte das so gehen?

    Herzlichen Dank und die besten Wünsche

    Ihre

    Heidemarie Trickl

  19. adminam 12. April 2012 um 14:47 19

    Liebe Heidi!

    Prinzipiell eine gute Idee. Aber Holzfliesen sind so konzipiert, dass Sie vollflächig aufliegen müssen. Sie sind nicht dazu geeignet eine Spannweite, seien es auch nur 22 Zentimeter zu überbrücken. Auch was den Aufwand angeht, Lärche Kanthölzer als Unterkonstruktion zu benutzen, übersteigt es das nötige um die Holzfliesen “fachgerecht” zum liegen zu bringen. Ich weiss nicht ob Ihr die Zeit und den Nerv aufbringt das Testweise zuversuchen?
    Die beste und einfachste Art besteht darin eine Bautenschutzmatte auf die Dachpappe auszulegen. Diese sind drainagefähig, gewährleisten eine vollflächige Verlegung der Holzfliesen und schützen darüber hinaus auch die Dachpappe vor UV Strahlung. Spricht etwas dagegen? Lass es uns wissen, vielleicht gibt es eine Lösung. Hier noch ein Beispiel einer Bautenschutzmatte ab der Rolle, die oftmals Verwendung findet bei Unterkonstruktionen für Holzterrassen.

    Bautenschutzmatte_Holzterrassen

    Beste Grüsse

    Holzterrasse.net

  20. Heidiam 13. April 2012 um 06:45 20

    Vielen Dank für die Antwort. Die Bautenschutzmatte wäre wohl generell gut, da ja dadurch wohl die Dachpappe geschützt werden würde. Allerdings wird mit dieser Lösung das Gefälle nicht berücksichtigt. Dieses ist so gravierend, daß diese Lösung nicht in Frage kommt.

    Viele Grüße
    Heidi

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